Jetzt KOSTENLOSER Versand für alle kanadischen Bestellungen ab 75 $

Über mich

Ich heiße Tara, bin 69 Jahre alt und Métis. Ich bin mit dieser Identität aufgewachsen und habe sie still getragen – so, wie es viele von uns tun –, wobei ich ihre Bedeutung und ihre Schönheit erst nach und nach im Laufe der Zeit kennengelernt habe.

Perlenarbeiten fanden mich auf die Weise, wie es die meisten bedeutungsvollen Dinge tun: als ich sie brauchte. Es hat etwas Besonderes, eine Nadel und einen Faden zur Hand zu nehmen, jede Perle mit Bedacht auszuwählen und zu beobachten, wie ein Muster entsteht – es fühlt sich an, als würde ich mich an etwas erinnern, das ich nie vergessen habe.  Meine Mutter wollte nie zugeben, dass wir Métis waren, obwohl mein Vater damit keinerlei Probleme hatte und es jeder in der kleinen Stadt, in der wir lebten, wusste.

Ich begann im Alter von etwa 12 oder 13 Jahren mit dem Perlensticken.  Ich lebte damals in Watson Lake im Yukon, und zu dieser Zeit gab es keine richtigen Jugendgruppen.  Eine unserer Lehrerinnen, Mrs. Frank, beschloss, eine Gruppe für junge Mädchen zu gründen, um uns Kochen, Nähen und Ähnliches beizubringen. (Vergesst nicht, das war Anfang der 1970er-Jahre.)  Sie holte eine der Ältesten aus der Gemeinde dazu, Mrs. Jack aus Two-and-a-half-mile, die uns Perlenarbeiten beibringen sollte.  Sie war eine wunderschöne ältere Dame, die sehr viel Geduld mit uns ungeschickten jungen Frauen hatte.  Sie erzählte uns Geschichten aus ihrem Leben, bevor der Weiße Mann in diesen Teil des Landes kam, und war für uns alle wie eine Kookum (Oma).

Sie brachte mir alle grundlegenden Perlenstiche bei, die ich bis heute verwende.  Im Alter von 13 Jahren entwarf und fertigte ich bereits meine eigenen Medaillon-Anhänger aus Perlen, die ich anschließend an die Touristen verkaufte, die auf dem Alaska Highway unterwegs waren.  Damit verdiente ich etwas Taschengeld und vertiefte meine Liebe zum Perlensticken.

Jedes Stück, das ich bei Blue World Treasures anfertige, trägt einen Teil dieser Geschichte in sich. Das Muster der Métis-Schärpe. Das Rote Kleid. Die Mohnblume. Das sind nicht einfach nur Designs – sie sind Gespräche mit meinem Erbe, meiner Gemeinschaft und allen, die sie tragen.

In diesem März möchte ich diese Geschichte offener teilen. Denn diese Gedenk- und Aktionstage – der Two-Spirit-Tag, die Frühlings-Tagundnachtgleiche und der Tag der indigenen Sprachen – sind für mich nicht einfach nur Daten in einem Kalender. Sie sind ein Teil meiner Identität.


Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen